Der Duft eines Pflegeprodukts spielt für viele eine große Rolle. Er vermittelt Frische, Luxus oder Wohlbefinden und kann die tägliche Pflegeroutine emotional aufladen. Doch so angenehm Parfüm in Hautpflege auch sein kann – für die Haut selbst ist es oft alles andere als neutral.
In diesem Beitrag erklären wir, was Duftstoffe in Hautpflege ausmachen, welche Arten von Duftstoffen es gibt und warum wir uns bewusst gegen Parfüm und deklarationspflichtige Allergene entschieden haben.
Duftstoffe werden Hautpflegeprodukten aus verschiedenen Gründen zugesetzt:
- Sie überdecken den Eigengeruch von Rohstoffen
- Sie sorgen für ein angenehmes, „sauberes“ Gefühl
- Sie stärken die emotionale Markenwahrnehmung
Der Duft sagt jedoch nichts über die Wirksamkeit eines Produkts aus. Er hat keinen pflegenden Nutzen für die Haut – im Gegenteil: Gerade sensible oder gestresste Haut reagiert häufig negativ auf Duftstoffe.
Nicht jeder Duftstoff ist gleich. Grundsätzlich lassen sich drei Kategorien unterscheiden:
Diese werden im Labor hergestellt und sind in der Inhaltsstoffliste meist schlicht als „Parfum“ oder „Fragrance“ aufgeführt.
Der Vorteil für Hersteller: Duftmischungen können stabil, kostengünstig und immer gleich reproduziert werden.
Der Nachteil für die Haut: Die genaue Zusammensetzung bleibt oft unklar, und viele dieser Stoffe gelten als reizend oder sensibilisierend.
Auch natürliche Duftstoffe – z. B. aus Lavendel, Zitrusfrüchten oder Rosen – klingen zunächst harmlos.
Doch „natürlich“ bedeutet nicht automatisch „hautverträglich“. Ätherische Öle enthalten hochkonzentrierte Duftmoleküle, die:
- die Haut reizen können
- die Hautbarriere schwächen
- bei empfindlicher Haut Allergien auslösen können
Gerade in Leave-on-Produkten (Seren, Cremes) sind sie für viele Hauttypen problematisch.
In der EU müssen derzeit 26 Duftstoffe einzeln gekennzeichnet werden, wenn sie eine bestimmte Konzentration überschreiten. Dazu gehören z. B.:
- Limonene
- Linalool
- Citral
- Geraniol
Diese Stoffe gehören zu den häufigsten Auslösern von Kontaktallergien – auch bei Menschen, die ihre Haut eigentlich als „unkompliziert“ empfinden.
Duftstoffe wirken nicht nur an der Oberfläche. Sie können:
- Entzündungsprozesse fördern
- die Haut langfristig sensibilisieren
- Rötungen, Juckreiz oder Unreinheiten begünstigen
- die Regeneration der Hautbarriere stören
Besonders kritisch sind sie bei:
- sensibler Haut
- zu Unreinheiten neigender Haut
- Rosazea, Neurodermitis oder perioraler Dermatitis
- Haut, die bereits gestresst oder überpflegt ist
Oft zeigt sich eine Reaktion nicht sofort, sondern erst nach Wochen oder Monaten.
Für uns steht eines im Mittelpunkt: Was die Haut wirklich braucht.
Da Duftstoffe keinen funktionellen Nutzen für die Haut haben, aber ein erhöhtes Irritationspotenzial mitbringen, verzichten wir konsequent auf:
- zugesetztes Parfüm
- ätherische Öle
- deklarationspflichtige Duftallergene
Stattdessen setzen wir auf:
- reine, hochwirksame Inhaltsstoffe
- optimal verträgliche Konzentrationen
- Formulierungen, die die Hautbarriere respektieren
Der leichte Eigengeruch unserer Produkte stammt ausschließlich von den enthaltenen Wirkstoffen selbst – unverfälscht und ehrlich.
Ein angenehmer Duft kann die Anwendung schöner machen – doch gesunde Haut braucht keinen Duft. Wer seiner Haut langfristig etwas Gutes tun möchte, profitiert von parfümfreier Pflege, die wirkt, ohne zu reizen.
Bei Herbsom glauben wir: Herausragende Hautpflege ist geruchslos und lässt die Haut selbst strahlen.